BERG Outdoor ist neues EOCA Mitglied — Mountains4U

Seit Juli ist die junge portugiesische Outdoor-Marke BERG Outdoor (gegründet 2002) Mitglied in der EOCA, der European Outdoor Conservation Association. Die EOCA ist 2016 zehn Jahre alt geworden und hat mit Unterstützung der Europäischen Outdoor Industrie seither über 2 Millionen Euro gesammelt und an Naturschutzprojekte auf der ganzen Welt weitergegeben. Mit der stetig wachsenden Mitgliederzahl erhöhen sich Jahr…

über BERG Outdoor ist neues EOCA Mitglied — Mountains4U

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Meran

Heute geht es für uns wieder zurück in Richtung München.

Eine sehr schöne uns anstrengende Zeit geht zu Ende. In unzähligen Sitzungen im Klassenzimmer und auf jeder einzelnen Etappe der Wanderung haben wir über das italienische Markenzeichen –  die Pizza gesprochen. Heute ist es endlich so weit und wir werden in Meran jede Pizzabude leer futtern, die wir finden können.

Durch zahlreiche vergessene Gegenstände und notorisches Zuspätkommen, ist unsere Eiskasse prall gefüllt du wartet darauf ausgegeben zu werden.

Last but not least fand gestern die Prämierung des „sinnlosesten Gegenstandes“ statt Es waren einige Kuriositäten dabei… Der Gewinner soll natürlich einen Preis bekommen: Er darf die Frisur für Kai Rohrbacher bestimmen, die er zumindest auf der Rückfahrt unverändert tragen muss. Mal sehen, was davon dann am Montag in der Schule übrig ist!!!

Wir freuen uns auf Pizza, Eis und Friseurbesuch und melden uns nach Ankunft in München mit den Highlights des Tages.

Ab in die Seilbahn

Wir waren gerade in die Federn geklettert, als die beiden Hirten alle ihre Schäfchen noch einmal aus dem Bett holten und nach draußen in den Garten des Gasthofes lotsten. Neben einem zu jeder Tages und Nachtzeit extrem gefräßigen kleinen Pony konnten wir einen spektakulären  Nachthimmel voller glitzernder und funkelnder Sterne, inklusive der Milchstraße, beobachten.

Am nächsten Morgen ging es dann nach einem Frühstück mit selbstgemachter Marmelade, Salami und leckerem Hollundersaft auf unsere letzte Etappe auf dem Meraner Höhenweg. Von Magdfeld nach Hochmuth. Es warteten also noch 15 Kilometer und knapp 600 Meter auf und Abstieg auf uns.

Wir wanderten durch wildromantische Wälder, über Wiesen und sonnenbeschienene Hänge. Das Wetter war traumhaft und einige hatten schon Befürchtungen nur auf einer Seite braun zu werden. Andere waren froh genau die Stellen aus der Sonne halten zu können, die die warmen Strahlen bei den letzten Wanderungen etwas zu viel genossen hatten. Bereits nach 3 Stunden zügigen Wanderns und einem steilen Aufstieg über eine glühende Teerstraße erreichten wir das Gasthaus Walde. Alle hatten sich ein kühles Getränk und ein leckeres Mittagessen verdient. Aber nichts da! Donnerstag geschlossen. Müde und hungrig wurden die letzten Vorräte an Gummibärchen, Traubenzucker und Salzstangen geplündert um neue Kraft für den einstündigen Abstieg zum Longfallhof zu überstehen. Es hat sich gelohnt denn dort gab es sehr leckeres Essen (unter anderem Hammelfleisch aus eigener Produktion) und wir konnten uns für den letzten großen Anstieg stärken. Steil ging es über unzählige Stufen hinauf. Meran lag uns bereits zu Füßen und wir konnten immer mal wieder den Blick über die umliegenden Berge schweifen lassen und verschnaufen. Anscheinend ist es zu einem unausgesprochenen Trend geworden, bei besonders schönen Ausblicken Trinkflaschen an die Berggeister zu opfern und so kam es, dass eine weitere Flasche holpernd und fröhlich über den Hang hüpfend unauffindbar im Wald verschwand. Ein letztes Mal ging es über einen Fahrweg hinauf zum Gasthof Hochmuth. Wir hatten das Ziel unserer Wanderung und damit auch unser letztes Nachtlager erreicht…. Dachten wir….

Leider gab es wohl irgendwo Probleme mit der Kommunikation oder dem Internet. Jedenfalls hat das System unsere Reservierung verschluckt. Alle Betten waren belegt und auch sonst ergab sich keine Möglichkeit auf dem Berg zu übernachten.

Nach 7 Tagen in den Alpen konnte uns so leicht nichts mehr aus der Ruhe bringen und so nahmen wir kurzerhand die Seilbahn hinab ins Dorf Tirol und bezogen ein nettes Gästehaus mitten im malerischen Ort. Geduscht, ohne Wanderschuhe und mit einem sauberen T-shirt spazierten wir zurück zum Fuß der Seilbahn, wo wir im gleichnamigen Restaurant mit leckerem Essen in Riesenportionen für die Mühen der letzten Woche entschädigt wurden. Hier konnten wir auch auf großer Leinwand mit dem halben Ort unserer Mannschaft zuschauen. Leider hat es einfach nicht gereicht. Wir möchten uns noch einmal ausdrücklich bei den Wirten des Restaurants Seilbahn für das leckere Essen, die familiäre und freundliche Bewirtung und den Platz mit Blick auf die Leinwand bedanken. Wir kommen gerne wieder!!!

 

 

Auf den Spuren von Andrean Hofer

Nach einer ruhigen Nacht im ehemaligen Pfarrhaus von Pfelders und einem entspannten Frühstück, sollte es heute entlang des Passeiertals Richtung Süden gehen. Doch zunächst mussten wir unsere nicht getrocknete Wäsche entlang der Friedhofsmauer zum Trocknen in die Sonnen hängen. Nicht zu vergessen die Vorträge zu den Themen „historische Alpenüberquerer“ und „Andreas Hofer“.

Da es heute ein paar von uns nicht so hervorragend ging (leichte Krankheiten und die körperliche Erschöpfung), beschlossen wir einen etwas ruhigeren Tag einzulegen und zunächst per Bus nach St. Leonhard zu fahren, um dort den Sandhof und das Andreas Hofer Museum zu bestaunen. Auf dem Weg zum Museum überkam uns allerdings, sicherlich auch auf Grund des heißen Wetters, die Lust aufs kühle Nass, weshalb wir kurzentschlossen einen etwas abenteuerlichen Weg durch den Wald einschlugen, um an dessen Ende am Freibad von St. Leonhard anzukommen.

Sonne. Wasser. Eis. Was will man mehr, an einem kleinen Ruhetag?

Gegen 17 Uhr ließen wir uns schließlich durch ein Hüttentaxi zu unserer Hütte nach Magdfeld fahren, wo wir nach einem leckeren Abendessen – mit Blick über das Passeiertal – den Tag ausklingen ließen. Ein Trampolin und der hauseigene Streichelzoo versüßten uns die Zeit bis zum Schlafengehen.

Hätte sich Andreas Hofer eigentlich auch mit den Bayern und Franzosen angelegt, wenn er diese Möglichkeiten der Entspannung (Trampolin und Streichelzoo) gehabt hätte? Wohl schon. Schließlich kann ein Volksheld nicht aus seiner Haut

Morgen noch einmal richtig früh raus und dann auf unsere letzte Etappe entlang des Meraner Höhenwegs nach Hochmuth. Angeblich der wohl schönste Teil der Strecke.

 

 

Bella Italia oder wie hat das eigentlich dieser Hannibal gemacht?

Nach einer mittelkurzen Nacht in der komplett belegten Zwieselsteiner Talhütte, einem ausgiebigen Frühstück und den warmen Worten der Hüttenwirtin, machten wir uns auf den Weg nach Italien. Da die letzten zwei Tage jeden extrem gefordert hatten, war bereits vorm Zubettgehen klargewesen, dass wir die heutige Etappe etwas an unsere körperlichen Gegebenheiten anpassen müssen. Von Zwieselstein (ca. 1400m) übers Timmelsjoch (ca. 2500m) bis zu unserer Übernachtungszuflucht in Pfelders (ca. 1600m) wären es nicht nur zu viele Höhenmeter, sondern auch insgesamt etwa 35 km! Also rein in den Bus und die Steinwüste bis zum Joch zurückgelegt. Oben angekommen, konnten wir, bei strahlendem Sonnenschein, den Grenzübergang von Österreich nach Italien zelebrieren. Das Timmelsjoch ist übrigens eine Wasserscheide. Während der Regen, der auf der österreichischen Seite fällt, ins Schwarze Meer fließt, landet der Niederschlag auf italieneischer Seite irgendwann in der Adria. Dem italienischen Wasser folgend, machten wir uns auf den Weg talabwärts. Durch das grüne Timmelstal folgten wir dem E5 und trafen auf unserem Weg neue Freunde. Kühe und Ziegen, die teilweise äußerst frech nicht nur unsere Hände beleckten, sondern auch unsere Kameras und Schuhe zum fressen gern hatten. Nach einer fast tränenreichen Trennung von einer Ziegenherde, konnte uns ein kurzes Fuß- bzw. Ganzkörperbad im eiskalten Timmelsbach erfrischen und auf andere Gedanken bringen. Beinahe selbstverständlich entschieden wir uns die längere Schönwettervariante zu gehen und konnten so einen Goißlschnalzer beim Training beobachten. Unfassbar wie der Knall durchs ganze Tal getragen wird – hier, in den Bergen, ist es ein noch grandioseres Erlebnis als auf Volksfesten oder den Meisterfeiern vom FCB. Nach weiteren schönen Kilometern bergab, der E5 läuft hier übrigens mitten durch einen Bergbauernhof, erreichten wir den Gasthof … von wo uns der letzte Bus nach Moos brachte. Todmüde stiegen wir hier um und fuhren nach Pfelders, einem autofreien Bergdorf, wo uns ein ehemaliges Pfarrhaus als Herberge dienen sollte. Nach der üblichen Zimmervergabe und Duschpolonaise, gab’s Essen und die müden Wanderer fielen erschöpft in ihre Betten.

Wie zum Teufel hat das eigentlich dieser Hannibal gemacht? Ohne das heutige Kartenmaterial, ohne Bus, ohne Einkehrmöglichkeiten auf dem Weg, mit Elefanten und vor allem ohne Smartphone …?

3000 Meter über dem Meer

Am heutigen Morgen durften wir erfahren wie es ist auf einer richtigen Berghütte zu erwachen. Bereits um halb sechs brachen die ersten Wanderer zu verschiedensten Touren auf. Da in solchen Hütten jeder eines jeden Schlafnachbar ist, waren wir auch außergewöhnlich früh auf den Beinen. Nach einem kurzen Frühstück hieß es dann Rucksack packen und raus zur Lagebesprechung. Da die Wanderung am Vortag extrem gut gelaufen ist und irgendwie alle „Blut geleckt “ hatten, entschieden wir uns für die anspruchsvollere Tour über das Pitztaler Jöchl ins Tal nach Zwieselstein.

Unsere Truppe ist in den letzten Tagen unglaublich gut zusammengewachsen und jeder hilft jedem. Aus einer bunt gemischten Truppe aus „Einzelkämpfern“ (aus 5 verschiedenen Klassen) ist eine Einheit geworden!

Gabriel hatte heute die Navigation übernommen und führte uns sicher von der Braunschweiger Hütte einen steilen Weg hinauf zum Bergkamm. Lohn der Mühen war ein unfassbar toller Ausblick über die Gletscher und Gipfel. Kurzerhand schmissen wir die Stöcke und Rucksäcke hin und legten eine Fotopause ein. Kurz darauf mussten wir uns entscheiden, wo der Weg denn nun eigentlich entlang führen sollte. Die Bergziege Samuel kletterte voraus und musste feststellen, dass der geplante Weg unbegehbar war. Ein Schneebrett und nasse Steine machten ein Durchkommen unmöglich. Also ging es unterhalb des Felsenkamms entlang. Hangelnd und mit vollem Einsatz unserer Wanderstöcke bewegten wir uns vorwärts und erreichten einen schmalen Weg, der uns zum höchsten Punkt unserer Alpenüberquerung führte. Oben angekommen bot sich uns erneut ein toller Anblick. Wir waren auf 3000 Metern über dem Meer angekommen!!! Von all der Aufregung überwältigt opferte Luca seine Trinkflasche den Berggeistern und versenkte sie aus Versehen und feierlich in einer Felsspalte. Der Wanderführer beschrieb den Weg als möglicherweise noch leicht schneebedeckt, jedoch stets gut ausgeschildert und markiert. Wir können beides nicht bestätigen. Wir sahen einen völlig verschneiten Hang mit ein paar wenigen Fußspuren vor uns. Getreu dem Motto „Runter kommt man immer“ machten wir uns auf den Weg nach unten. Das Ziel war klar zu sehen, nur eben der Weg nicht. Vorsichtig wateten wir durch tiefen Schnee. Letztendlich wurde es uns zu bunt und Beni O wandelte einen Sturz gekonnt in eine kontrollierte Rutschpartie um und sauste hinab ins Tal. Seinem Beispiel folgend testeten wir alle unsere Outdoorbekleidung auf Herz und Nieren und rodelten wie  der Wind hinunter. Die Aussicht wilden Tieren zu begegnen wird wohl allen Wanderer an diesem Tag verwehrt geblieben sein, denn unser Lachen hallte noch lange durch sämtliche Täler. Nach einer kurzen Rast am Fuße des Rettenbachgletschers ging es weiter hinab in Richtung Zwieselstein. Nach insgesamt 8 Stunden Wanderung erreichten wir völlig KO unsere Hütte in Zwieselstein auf  1400 Metern. 4 Kilo Nudeln und unzählige Liter Bolognesesauce später waren wir dann auch wieder soweit bereit uns noch ein paar Referate zum Thema „Entstehung  der Alpen“ , “ Besiedelung der Alpen“, „Gefahren in den Alpen“ und „Tourismus in den Alpen“anzuhören. Um das Gehörte bestmöglich zu speichern, schlüpften wir kurz darauf ins Bett.

Kampf der Klassen

Hier noch das Update zu unserer Wanderung auf die Braunschweiger Hütte:

Obwohl wir ja nur das dabei haben, was in die Rucksäcke passt, hat das Zusammenpacken etwas länger gedauert als geplant. Vermutlich lag das an dem etwas zu spannenden Fußballspiel vom Vorabend…

Wir erreichten unseren Bus nach Mittelberg nach einem souveränen Sprint vorbei an den Läufern des Gletschermarathons.

Zum Glück sind wir zum Wandern gekommen und nicht zum Busfahren, denn bisher haben die Kurven und die wilde Fahrweise immer ihren Tribut gefordert. So auch diesmal…

Als es allen wieder halbwegs gut ging, begannen wir den 3,5 stündigen Aufstieg zur Braunschweiger Hütte.

Schon beim Aussteigen lernten wir eine weitere Klasse kennen, die den gleichen Weg vor sich hatte. Ohne viele Worte zu wechseln war allen klar, dass wir den unausgesprochenen Wettbewerb der cooleren, trainierteren, schnelleren und schöneren (hier geht der Dank an unsere Ausstatter) Klasse schon in der Tasche hatten. Demnach störte es uns auch nicht groß, dass diese Klasse die Materialseilbahn blockierte und wir beschlossen kurzerhand unsere Rucksäcke zu tragen.

Entlang eines Wasserfalls kletterten wir im wahrsten Sinne des Wortes von 1700 Metern auf 2800 Meter. Die Strecke war anspruchsvoll, aber wir wurden immer wieder durch spektakuläre Ausblicke auf Gletscher und schneebedeckte Berggipfel belohnt. Selbst das Wetter meinte es zur Abwechslung auch mal wieder gut mit uns. Immer wieder blitzte die Sonne durch. Bis auf die letzten 200 Meter verlief alles einwandfrei. Dann sahen wir uns einem langen Schneefeld gegenüber und konnten weit und breit keinen Weg entdecken. Also ab durch die Mitte über Stock, Stein und Schnee. Erschöpft aber unfassbar stolz erreichten wir unsere Hütte. Nach einem leckeren Hüttenessen bezogen wir unser Nachtlager und machten die Augen zu.

Braunschweiger Hütte

Heute geht es los auf unsere Königsetappe. Der Braunschweiger Hütte. Diese Hütte liegt auf knapp unter 3000 Meter und ist unsere höchstgelegene Übernachtungsstation. Wir haben bereits gut und lange gefrühstückt und machen uns gleich auf zum Bus, der uns nach Mittelberg bringt. Von dort aus beginnt unser 5-stündiger Aufstieg zur Braunschweiger Hütte. Das Wetter spielt leider nicht so ganz mit und wir haben wohl dichten Nebel und Regen zu befürchten. Aber bisher haben wir alle Widrigkeiten souverän gemeistert.

Da wir nicht so genau wissen, wie es mit der Verbindung zur Außenwelt aussieht in den nächsten Tagen, werden wir uns jetzt erstmal verabschieden und uns dann vermutlich erst aus Italien wieder melden. Dafür dann mit umso mehr Geschichten und Bildern!

Donner Blitz und Regenwetter

Früh am Morgen waren wir schon wieder auf den Beinen und voller Tatendrag. Nach einem ausgiebigen Frühstück und einem letzten Blick auf die Zugspitze ging es los nach Fernpass.Vorbei an grünen Skihügeln und Tümpeln voller Bergmolche ging es bergab. Neben uns waren auch jede Menge Mountainbiker und Rehe unterwegs, die mehr oder weniger aufmerksam waren. Nach knapp zwei Stunden konnten wir dann endlich einen Blick auf den blau-grünen Blindsee erhaschen. Den Ausblick mussten wir genießen, also kehrten wir kurzerhand zu dreizehnt in einem Jägerstand ein. Auf einem sehr schmalen und nassen Weg ging es weiter an einem wunderschönen Wasserfall vorbei. Dort konnten wir unsere Wasservorräte auffüllen und bekamen nasse Hosen. Die erste große Rast legten wir im Zugspitzblick in Fernpass ein. Was wir bis dahin nicht wussten: Es sollte auch das Ende des heutigen Wandertages sein. Gewitter, Starkregen und so gut wie keine Sicht machten ein Weiterwandern unmöglich und zu gefährlich. Also machten wir es uns in der Hütte in der „roten Stube“ gemütlich, denn der nächste Bus nach Imst fuhr erst in 3,5 Stunden. Nach vielen Runden Schafkopf und kurz vor der Entstehung mehrerer Handydaumen kletterten wir in den Bus zu unserer Unterkunft. Dem Romedihof in Imst. Nach 8 kg Bratkartoffeln, Rührei aus 30 Eiern und literweise Tee machten wir unser eigenes Public Viewing auf dem mini Laptop in der Stube. Viel zu spät und viel zu aufgekratzt schlüpften 12 fröhliche Deutschlandfans und zwei weniger fröhliche Italienfans uns Bett.

Endlich geht’s los

Lang genug haben wir darauf gewartet – mancherorts munkelt man der eine oder die andere hätten die letzten Wochen schon schlaflose Nächte gehabt – aber jetzt geht’s wirklich los!

Heute Morgen gegen 8:00 Uhr traf sich ein Häuflein aufgeregter Bergwandererpioniere, um sich auf den Weg von München nach Meran zu machen. Zu Fuß. (Mehr oder weniger)

Nach unseren Trainingsetappen, die uns von München nach Garmisch geführt hatten, bestiegen wir den Zug nach Garmisch. Leider nicht vollzählig, da es kurzfristig einen von uns, Luca, gesundheitlich ein wenig gebeutelt hat. Deshalb zunächst einmal nur zu dreizehnt. Quasi „Lucas wilde 13“. Hoffentlich sind wir ab morgen Abend dann endgültig „Luca und die wilde 13“.

In Untergrainau startend, war unser erstes Ziel dieser Etappe der Eibsee. Bei, Gott sei Dank, herrlichem Wanderwetter erreichten wir nach gut 2 Stunden den Eibsee und konnten uns dort im Biergarten eine erste, wohlverdiente Pause gönnen. Mitten in der Pause mussten die „Navigatoren“ einen kleinen Fehler eingestehen. Eigentlich sollte die Etappe nämlich erst hier beginnen! Nachdem unser Etappenziel die Wolfratshauserhütte oberhalb von Lermoos auf 1751m sein sollte, wir also noch gute 7 Stunden unterwegs wären, musste kurzfristig umgeplant werden. Vom Eibsee gings also nicht nach Süden, sondern wieder nach Norden. Nach Griesen. Zunächst ganz entspannt am Eibsee entlang, doch dann immer steiler bergan. Von 960m auf gute 1300m. War das vielleicht gemeint mit dem Hinweis „für Geübte“? Nein! Den Abstieg hatten wir nämlich noch vor uns. Runter auf 800m mehr oder weniger in Falllinie. Am Bahnhof in Griesen gab es dann den ersten Zeckenalarm. Dieser konnte aber zur Beruhigung aller souverän behandelt werden.

Schließlich fuhren wir von Griesen nach Lermoos und erreichten hier die letzten Gondeln zur Mittelstation. Puh! 400 Höhenmeter bis zur Hütte, statt 750. Nach weiteren 90 Minuten erreichten die ersten das Ziel. 18:30 Uhr – Wolfratshauserhütte!

Die Hüttenwirte konnten an unseren glänzenden Gesichtern erkennen, was wir jetzt am Besten gebrauchen konnten: Pasta, Currywurst und eine heiße Dusche. Wir wurden mit einem wunderschönen Blick auf die Zugspitze für alle Mühen belohnt und krabbeln nun müde aber zufrieden in die Betten…